Zinseszins berechnen mithilfe von einfachen Programmen
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Den Zinseszins zu berechnen ist nicht sehr schwierig, wenn man über einen normalen Taschenrechner mit Potenzfunktion verfügt. Da der Zinseszins eine Potenzfunktion ist, unterliegt die Entwicklung einer exponentiellen Abnahme oder Zunahme. Dieses Wachstum kann über mehrere Perioden ein Vielfaches dessen bedeuten, was man ursprünglich eingezahlt oder ausgezahlt bekommen hat. Zinsen sind ein wichtiges Instrument in der Finanzmathematik, die meisten Anlagen laufen zudem mit einem Zinseszins. Das bedeutet letztendlich nichts anderes, als dass auf den Geldbetrag nach einer regelmäßigen Laufzeit Zinsen beaufschlagt werden, die Höhe oder der prozentuale Bruchteil des ursprünglichen Wertes wird dann zum Ursprungsbetrag hinzugezählt. Nach einer weiteren Periode wird der neue, etwas größere oder kleinere Geldbetrag wiederum verzinst. Demnach spricht man vom Zinseszins, weil letztendlich auch der vorher verminderte oder vermehrte Betrag vermehrt wird.
Es gibt auch Zinserhebungen ohne Zinseszins. Wenn nicht der aktuelle Betrag verzinst wird, dann berücksichtigt man nur den ursprünglichen Geldbetrag, der zu Beginn eingezahlt oder ausgezahlt wurde. Das bedeutet, dass es keinen prozentualen Aufschlag, sondern einen festen Aufschlag gibt. Dieses Verfahren findet aber bei Weitem nicht so viele Anwendungen wie der Zinseszins. Allerdings spielt es auch eine Rolle in der Finanzwelt, beispielsweise ist die Dividende bei Aktienbesitz auch ein Festbetrag, der frei gewählt wird und sich nicht am Aktienwachstum orientieren muss. Die preisliche Bewertung von Geldbeträgen mit Zinsen ist ein probates Mittel der Finanzwelt, was auch staatlich genutzt wird.
Geld repräsentiert einen wirtschaftlichen Wert. Deshalb muss das Geld, was in einem Wirtschaftsgebiet im Umlauf ist, näherungsweise die Produktions- und Kaufkraft in diesem Gebiet abdecken. Gibt es zu viel Geld, dann kommt es zur Inflation, gibt es zu wenig, handelt es sich um eine Deflation. Bei der Inflation verringert sich der Wert des Geldes, was Vorteile für die Außenwirtschaft eines Währungsgebietes bringt. Bei einer Deflation wird normalerweise die Binnenwirtschaft angekurbelt. Eine einseitige Wirtschafts- und Geldpolitik ist auf Dauer schädlich für den Wirtschaftsraum, daher müssen staatliche Institutionen wie bspw. Notenbanken eine Balance finden, die sie am wirkungsvollsten mit der Zinsbeaufschlagung von Bankkrediten beeinflussen. Fast immer ist eine leichte Inflation zu beobachten, das heißt Jahr für Jahr wird das Geld immer weiter entwertet. Bei Geldanlagen mit Zinseszins kann dieser Effekt aufgehoben und sogar überholt werden, wenn genügend große Zinsbeträge über der prozentualen Inflationsrate angeboten werden. Bei einem Konto mit Festbetrag wird dieser Effekt langfristig nicht kompensiert, weil eine feste prozentuale Inflationsrate wie ein Geldverlust mit Zinseszins wirkt. Wenn man den Zinseszins berechnen möchte, dann muss man einfach den Wachstumsfaktor, beispielsweise wäre dieser bei einprozentigem Wachstum 1,01; mit der Anzahl der Verzinsungen potenzieren und den Geldbetrag mit diesem Zinseszinsfaktor multiplizieren.
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